So,
und jetzt spielen wir noch den Tiger-Rag.
Ebermex, Metzgermeister aus *** Schachen,
Dirigent von Kaderhaus in Langenau, hat gesagt,
dass er ein Publikum den Tiger-Rag angekündigt hätte.
Auf diesen Moment haben wir in Giela schon lange gewartet,
und jetzt konnten wir es endlich so richtig rauslassen.
Die Brever und Streber unter uns haben sich
noch einigermassen an die Note gehalten,
aber für uns Sänger war die Tiger-Rag der Startschuss
zu einer *alischen Salschlacht.
Ich z.B.
habe einfach darauf losgeblasen,
was mir gerade so in den Sinn kam.
Hier ein Schlenker,
dort ein Triller,
hier einen langen,
hohen Ton,
dort ein Schreger,
vor allem Vollgas.
Als Klarinetist musste ich schon die Tauben geben,
weil vor allem Posaunisten,
die geschrenzt und gehornt haben wie eine Mauer,
die hätten einem sonst glatt unter den Tisch geblasen.
Maxwit am Anfang noch ein wenig versucht zu wehren und zu retten,
hat noch den Takt angegeben und versucht etwas wie
Dynamik in unser Gebläse und Getöse zu bringen,
aber gleich mal wieder aufzugeben.
Ich glaube,
irgendwie hat es ihm dann noch gefallen,
dieser wilde Haufen Chaos hier vor sich.
Auf alle Fälle hat er gerne nochmals still,
vergnügt,
vor sich hin gerinselt.
Und irgendwann hat er dann mit seinen starken Metzgerarmen
das Feuerwerk zu einem Schlussklapf abgewonken.
Der Hirschensaal hat getobt.
Ich kann mir nicht vorstellen,
dass man seither in Mammitalien jemals wieder eine
Blas* mit einer solchen Begeisterung hören wird.
Jazz spielen.