Über schwarze Erde blutend,
noch aus alten Wunden,
schreiten wir dahin,
die Zeit ist einzig uns gefährd.
Mondblumen säumen unseren Weg und dunkler Flede,
und fragen Keimen auf, wie lange das noch wird.
Und wir fragen uns warum,
denn es trifft uns keine Schuld.
Doch die Götter bleiben stumm,
unsere Tugend heißt Geduld.
Ein trauer Mantel schwebt voran mit dunklen Schwingen,
Dämonen flüstern neue Schicksalnaht.
Wie im Traum erfasst uns nur ein Ahnen,
ob Zwielicht Wirklichkeit,
ob Tod ein schmaler Grat.
Und wir fragen uns warum,
denn es trifft uns keine Schuld.
Doch die Götter bleiben stumm,
unsere Tugend heißt Geduld.
Blüten Schnee bedeckt nun unsere Pfade,
der Kindheit Dunkelheit erhellt in diesem Glanz.
Spannend Gesange klingt von fernem Weihe,
und Sonnenstrahlen spielen auf zum Lichtertanz.
Und wir fragen uns warum,
denn es trifft uns keine Schuld.
Doch die Götter bleiben stumm,
unsere Tugend heißt Geduld.
Jedoch die
Nacht sie naht mit dunklem Schatten,
und Winter ist des Sommers Gnadenstoß.
Schweigen ziehen wir durch graue Weite,
kehren heim und tragen unser Los. Und wir fragen uns warum,
denn es trifft uns keine Schuld.
Jedoch die Götter bleiben stumm,
unsere Tugend heißt Geduld.