Im Osten fließt ganz seelenruhig die Adria,
es liegt noch leicht nach mir.
Die Hoffnung auf ein Leben, das viel besser ist,
brachte sie hierher.
Die junge Frau mit *** ruhigen Gesicht,
die nun auf Hohenschuhen an dieser Straße steht.
Im Paradies entlang der Wiesen
und all den Fabriken, denen die Arbeit fehlt.
Und all die Träume,
all die Zukunft,
all die Hoffnung,
auf der man sie hierher gespült.
All die Träume sind nun verloren,
auf der Straße die Amore.
Als Kellnerin frei leben in Europa,
das hat man ihr gesagt.
Die Überfahrt zahlen erst mal sie die Schuld,
tilgen sie leicht von ihrem Gehalt.
Irgendwann war sie dann hier,
doch was man ihr versprach,
in der Ferne wurde nahe ersetzt.
Durch pure Angst
und den Zwang für immer Schulden zu bezahlen,
so steht sie an der Straße und ein Wagen hält nun an.
Und all die Träume,
all die Zukunft,
all die Hoffnung,
auf der man sie hierher gespült.
All die Träume waren nur gelogen,
von der Straße die Amore.
Jetzt steht sie da,
in ihrer Scham,
wenn die Familie nach ihr fragt,
worauf sie sagt,
was sie gerade nicht kann.
Und wieder hält ein weiterer Wagen an.
Ein weiterer Wagen an.