Die Glockenjungfern schwingen sich hoch vom Turm
und singen ein Morgenjubellied im Chor.
Kein enge Mund tönt reiner, je ferner, desto feiner,
und niemals fehlt ihr kugelschor.
Verknüpft die Schwestern Hände zur Kente ohne Ende,
blüht durch das blau der farbige Kranz.
Auf Schlüsselohmen Matten siegelt ihr Wolkenschatten rein auf,
rein ab im flüchtigen Tanz.
Frieding und Klärchen Lieder, sie jauchzen alles Lieder,
sichreich behauptet ihren Ton.
Die Sonne horcht von oben,
das Echo möcht zerproben, versucht's und wiederhobelt es schon.
Der Wanderer im Stauben erhebt das weiße Auge,
lächelt und hemmt den müden Schritt.
Doch längst im Weg die Wellen, die in *** Bächlein schnellen,
laufen mit flinken Sprüngen mit.
Da wagt vom Turm ein Zeichen, ein plötzliches Erbleichen,
und ringsum stille wird's im Rund.
Uwe, der Jungfern kleinste, die lieblichste, die feinste,
ist von *** Reigen abgesprengt.
Sieh!
Sie huscht auf, leise, sohne, die Schwestern einzuholen,
den Finger ängstlich an den Mund.
Jetzt langt sie an mit Zargen, ein Taubenflügel schlagen,
schlüpft ein, und stille wird's im Rund.
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